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Programmblatt: Theater zu gunsten des BRK Oberstdorf
Programmblatt: Theater zu gunsten des BRK Oberstdorf
Programmblatt: Die drei Blindgänger
Programmblatt: Die drei Blindgänger
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Die drei Blindgänger

von Peter Traskalik am 31.05.2011

Um die große Not der Nachkriegs-Flüchtlinge zu lindern wurde 1946 dieses ländliche Lustspiel in 3 Akten von der Oberstdorfer Theatergruppe rund um Georg Späth und Ludwig Sippel zu Gunsten des Bayerischen Roten Kreuzes aufgeführt.

Programmblatt

Theater zu Gunsten des Bayerischen Roten Kreuzes Oberstdorf
Ländliches Lustspiel in 3 Akten von Maximilian Vitus, Regie: Ludwig Sippel
Durch den Besuch des Theaters helfen Sie die große Not der Flüchtlinge lindern!

Personen

  • Ludwig Sippel als Peter Haldenegger
  • Siegfried Lindner als Pauli Haldenegger
  • Toni Wittmann als Juliane Haldenegger
  • Minna Späth-Fröhlich als Veronika, Wirtschafterin
  • Georg Späth als Girgl Anthuber
  • Tonny Lindner als Maralen Lechleitner, eine junge Magd
  • Rosa Späth als Die Haslocherin

Handlung

Kurzfassung: Die drei ledigen Haldegger-Brüder leben friedlich auf ihrem Bergbauernhof mit der alten Wirtschafterin Veronika. Die schüchternen Junggesellen lassen sich zunächst auch nicht von den Vorteilen einer Bäuerin überzeugen, die ihnen der Viehhändler Girgl Anthuber einzureden versucht. Die Situation ändert sich, als ein Findelkind in ihren Alltag tritt und der Pfarrer vorschlägt, auf dem Hof eine junge Kindsmagd einzustellen. Die reiche Haslocherin, die der Anthuber als Hochzeiterin auf den Hof bringt, hat einen schweren Stand.

Ort der Handlung: Am Klausenhof
Zwischen dem ersten und zweitem Akt liegt ein Zeitraum von einem Tag.
Zwischen dem zweiten und dritten Akt ein Zeitraum von drei Wochen.

Nachrichtenkontrolle

Das Programmblatt weist eine Fussnote auf der Rückseite auf: "Zu Gunsten des Bayerischen Roten Kreuzes, veröffentlicht unter der Zulassungsnummer 1123 (Ferd. Schuster) d. Nachrichtenktr. der Militärreg."

Durch die Vergabe von Verlagslizenzen wurde von den Besatzungsmächten die Verbreitung von Zeitungen, Büchern und sonstigen Schriften kontrolliert. Sogar ein unbedeutendes Programmblatt fürs Oberstdorfer Theater musste bis zur Erteilung der Pressefreiheit 1949 von einem lizenzierten Verleger veröffentlicht werden.

Quelle/Verweise

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